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Montag, 27. August 2012

Von Berber Creeks, Bullriding Cowboys und Beautiful Cities

[Greenwood – Nelson – Creston – Glacier Nationalpark USA – Waterton – Calgary Stampede – Vancouver – Zürich]

Nach der illegalen Nacht auf dem traumhaften Lookout point in Osoyoos, wo wir einmal mehr zu Gunsten unseres Patriotismus unsere Schweizer Flaggen vom Mobile Home hereingenommen haben (so wie wir’s halt immer machen, wenn wir uns im Graubereich bewegen), fahren wir am 07.08.12 voller Tatendrang weiter östlich, entlang der Amerikanischen Grenze. Wir stellen immer wieder fest, dass die Landschaft hier in Kanada sehr mit der Schweiz zu vergleichen ist. Mal ähnlich wie in Pontresina (bei den Rockies), mal erinnert es uns an den Walensee (Slocan Lake) und grad jetzt könnten wir in Arosa sein (man google Crowsnest Hwy 3). Die kleinen Dörfchen dazwischen zeigen uns dann aber immer wieder, dass wir eben doch im Wilden Westen sind. So zum Beispiel in Greenwood, wo wir anhalten und in einem richtigen Saloon Fries&Coke essen (obwohl unser Kühlschrank im Mobile Home noch zum bersten voll ist). In einem Local Cowboyshop unterwegs kaufen wir uns als Andenken einen Bear Mace gegen Bären (jetzt wo es eigentlich schon zu spät ist, da wir keine Bären mehr erwarten) ganz nach dem Motto: Die Harten Typen kaufen sich den defense aerosol eben nur als Souvenir! Als wir auf dem Weg Richtung Slocan Lake keinen Campingplatz finden, fahren wir zurück nach Nelson. „A funky mix of hippies, characters, creative types and rugged individualists“ kündet Lonely Planet das knapp 10’000 Nasen grosse Städtchen an. Wir erhoffen natürlich in Jutensäcke gekleidete, barfüssige, ungewaschene Rastafaris und Blumenmädchen mit Haaren unter den Achseln und farbigen, bauchfreien Batikshirts zu sehen… um in die Realität zurück zu kehren: Wir begegnen nur ein paar alternativ gekleidete Gestalten und klatschen natürlich bei jedem ab, der uns über den Weg läuft. Da wir beide schon in Indien waren, kann man uns in Sachen „Hippie“ nicht mehr viel vormachen. Die weitaus grösseren Hippies sind die vielen Autostöppler, die auf umliegenden Früchtefarmen arbeiten und per Anhalter mitfahren wollen. Teils sogar ohne T-Shirt (leider nur die Typen) – aber wer will schon solch verschwitzte Männertorsos auf seinem Autositz befördern? Was denken sich die eigentlich?:-) Nelson wäre zweifelsohne schön gewesen, aber hier ist leider der Camping überfüllt, daher fahren wir mit gesenkten Köpfen weiter Richtung Creston. Beim schön am See gelegenen Kokanee Creek Provincial Park Campground finden wir eine gemütliche Bleibe. Hier können wir Kameras laden (ein Cabaret, bis wir endlich Strom haben), Kochen (natürlich wiedermal mit Rauchmelder, den wir gekonnt mit Jay’s Haarföhn mit frischer Luft anblasen, und somit taktisch ausschalten), dumpen (problemlos – einlagiges Klopapier rulez) und am nächsten Tag sogar ein Backyard-Fitnesstraining absolvieren (angenehm, wenn man mit seinem Personal Trainer reist).
Tischlein deck dich! Frühstück im Paradies
Mace in ya Face


Cowboys on the road..
…3000km durch Kanada

Die Grenzüberquerung auf der 93er in die USA am späten Nachmittag des 08.07.12 geht nach einer laaaaaanger Fahrt (inkl. Fähre-fahren, Bär im Gebüsch, von Lehrlingen geteerte Strassen, Siegi’s Dubstepgrooves und Tee&Kuchen-Pausen) zum Glück ohne Problem. 100m vor der Grenze entfernen wir sicherheitshalber sämtliche Gadgets, wie Flaggen und DLI&GLI Schilder. Der Zöllner witzelt mit uns, stellt die üblichen doofen Fragen, während uns zig Kameras der Homeland Security mustern und wir müssen die restlichen Limetten und Pfirsiche aus unserem Kühlschrank abgeben. Kämen wir von Mexiko her in die USA, hätte das Prozedere wohl anders ausgesehen. Shoppen, Schmausen + Schmieren… Zur Feier des Tages nächtigen wir in Whitefish auf einem tataaaaaaaa… Safeway Parkplatz. Safeway ist das etwas gehobenere Pendent zum Walmart. Ein schöner, heisser Tag erwartet uns, als wir am 09.07.12 zum Glacier Nationalpark aufbrechen und unterwegs der heimischen Spezialität „Huckelberry-Pie“ verfallen. Leider dürfen wir mit unserem (zu langen) RV-Penthouse nicht die idyllische Going-to-the-Sun Road durch den Park fahren, heuchelt der senile Parkranger an der Pforte mit einem seiner wohl letzten Atemzüge. Auch der etwas grün hinter den Ohren gefärbte Highschool-Summerworker im Informationszentrum ist uns keine grosse Hilfe, als wir nach Campingplatz und Definitely-Must-See-Sehenswürdigkeiten fragen. So verlölen wir wegen der schlechten Info etwa 2h mit Campingplatzsuche (wobei Jay durchaus gekonnt mit unserem Monster RV durch einen äusserst engen, eigentlich nur für Autos mit Zelt bestimmten Zeltplatz kurvt), bis wir schlussendlich wieder am Apgar Campground beim Lake McDonald, nahe des Informationszentrum landen. Mit dem Gratis-Shuttle machen wir uns sogleich auf zum Logan Pass. Bis dahin sehen wir noch nicht viel vom wunderschönen Park, denn wir verschlafen die Passfahrt, bis der Fahrer laut „look the Mountain-goats“ ruft und Jay noch völlig perplex vom Schlafen anstatt der Tiere, wie wild den dahinterliegenden Berg fotografiert.:-) Auf dem Pass wird uns dann erstmals bewusst, dass dies einer der schönsten, wenn nicht der schönste Nationalpark ist, den wir je gesehen haben. Dichte Wälder, weitläufige Täler, wilde Bäche, schroffe, gletschergeformte Bergspitzen, Schneebedeckte Hänge, klare Seen… und ja ok, jede Menge Touristen. Der Hidden Lake Trail bringt uns in eine märchenhafte Schneelandschaft, noch näher an Mountain-goats heran und offenbart uns wunderschöne Aussichten. Der anschliessende Hike zum Saint Mary Wasserfall führt uns durch Wälder mit Faunenallüre und tosenden Flüssen mit nymphischer Gischt. Müde und mit etwas Sonnen-overkill nehmen wir den Bus zurück zu unserem Camp und lassen den Abend mit Grill + Chill ausklingen, während wir vom Nachbarcamper ganz Naturbuben-unfreundlich mit den neusten Hits von Kate Perry beschallt werden.
Morgenstimmung am Lake McDonald
Das versprochene Brokeback Mountain Foto
Baer@Work 
Jay erwischt
dann doch
 noch die
Mountain-goat
Paradise
Glacier Nationalpark


Schabernack auf dem Hidden Lake Trail
Grill&Chill&Lightshow auf dem Camping
Viiiiiel zu kurz ist ein Tag im Glacier Nationalpark, doch die Zeit drängt am 10.07.12 bereits wieder, wollen wir doch noch die kanadische Seite sehen und dafür müssen wir rund 300km um den grossen Park auf die Ostseite nach Waterton fahren . Selbstverständlich decken wir uns für die gute Laune beim Souvenir Krömliladen mit T-Shirts, Huckelberry Produkten und wer-weiss-was-sonst-noch ein. Die bergige Schweizeralpenlandschaft verändert sich erst zu grasigen Hügeln und später zu einer garstigen Steppe. Selbstverständlich wollen wir den angegebenen Scenic Drive machen und interpretieren das Schild mit dem Verbot für über 21 Feet lange Fahrzeuge (wir sind 26+ Feet) wie folgt: „Jaja, das ist wohl für die Going-to-the-Sun Road, die vom Osten her durch den Nationalpark führt.“ Beinahe endet unsere kleine Detour in einer Katastrophe (und Heidi hätte uns bestimmt jegliche Versicherungsleistungen gestrichen), denn die steile, kurvige, schlechte Strasse ist mit Schlaglöchern und Bodenwellen übersät, so dass wir nur noch langsam fahren können (Schweizer Flaggen sind selbstverständlich entfernt). Beim anschliessenden Fotoshooting mit der Warntafel am Ende der Strasse werden wir noch von einem Ranger angehupt und angeschnauzt: „What are you doin‘ in the middle of the road!?“. Dafür ist die Grenzüberquerung nach Kanada noch einfacher, als erwartet. Nicht mal nach unseren im Müll versteckten Früchten wird gefahndet. In Waterton angekommen, fühlen wir uns von der Gegend her wieder zurück in den Hochalpen. Das Städtchen am Waterton Lake ist touristisch und schweineteuer. Nach dem ca. 30-minütigen Aufstieg des Bears Hump Trail geniessen wir die Aussicht auf Waterton und die schöne Abendstimmung. Da wir im Anschluss keinen Camping finden, beschliessen wir bis Calgary durchzufahren, wo wir am Morgen um ca. 2 Uhr schlaftrunken den nächstgelegenen Walmart anpeilen und – siehe da – etwa 8 andere „Graucamper“ mit ihren RVs antreffen. Nach einem Latenightsnack mit selbstverständlichem Rauchmelderkonzert fallen wir glücklich in einen Dornröschenschlaf, in Spannung, was uns morgen am Stampede Cowboyfestival erwarten wird…
Waaaas zu lange?:-)
Gesehen: Where’s the Bear?
Bear’s Hump trail und die Idylle von Waterton
Wir parken am 11.07.12 unser viel zu langes RV Penthouse auf einem zentral gelegenen Parkplatz direkt hinter dem HI Calgary City Centre Hostel (wo wir frech Dusche, Strom und Klo benutzen) und werfen uns umgehend in Jeans, karierte Hemden, montieren stolz unsere „ten gallon hats“ und die coolen Sonnenbrillen. Bei bestem Wetter ziehen die beiden Cowboys los ans 100 Jährige Stampede Cowboy Festival, die mit dem Slogan „The Greatest Outdoor Show on Earth“ wirbt. Es erwartet uns ein Jahrmarkt, wie das Zürifäscht, einfach mit vielen Cowboyhüten und dem zeitweiligen Duft von Landwirtschaft in der Luft. Zu unserem Leid werden uns am Eingang unsere fein säuberlich präparierten Rum-Coke Mixes abgenommen. Bis in die Nacht hinein vergnügen wir uns bei Speis und Trank, Rodeo Show, Barrel Racing, Steer Wrestling, Bull Riding und Chuckwagon Race und geniessen die Cowboyatmosphäre. Uns wird eine der filigransten Shows geboten mit Artisten aus aller Welt, die Cirque du Soleil-mässige Akrobatik, Musikshows und Tanz bieten. Ein bombastisches Feuerwerk rundet den Abend ab. Am 12.07.12 müssen wir unser liebgewordenes Mobile Home an Heidi zurück geben und in voller Bezirztheit vergessen wir doch glatt unseren leckeren Huckelberry Pie im Kühlschrank! Hach, wie werden wir unser gediegenes Mobile Home und das „Hesch de Schlüssel, hesch bschlosse?“ vermissen… Später amüsieren wir uns abermals am weltbekannten Festival und während Jay sich nochmals die atemberaubende Show gönnt, besuche ich meine Cousine und Cousin auf ein BBQ. Frisch gestärkt mischen wir später cowboymässig bis in die frühen Morgenstunden das Calgary-sche Nachtleben (und später noch in Eigenregime unser Zimmer im HI Hostel) auf. Nach nicht mal 30 Minuten „Schlaf“ kommt unser Taxi und fährt uns beschwipst, übernächtigt und durchgezecht zum Flughafen. Die nette Dame beim Einchecken muss Freude und zugleich Mitleid mit uns gehabt haben, denn sie gewährt uns ein Fast-check-in beim Business-Schalter (obwohl ich nur gefragt habe, ob wir unseren durch das exzessive Shoppen zum Übergepäck gewordenen Ballast kurz wägen könnten) und lässt in Sachen Gewicht fünf gerade sein. Prompt hat sie uns auch noch die Notausgangssitze für mehr Beinfreiheit und ein wenig Nachschlafen zugeteilt. Noch bevor wir abheben, schlafen wir ein – werden aber jäh geweckt, als die Stewardess uns reglementkonform fragt, ob wir im Stande sind bei einem Notfall die Notausgänge zu bedienen. Unsere unter Schlaftrunkenheit und Restalkohol gemachte Zustimmung ist faktisch eine Lüge in sich. Zu allem, was wir jetzt noch in der Lage sind, ist nämlich Schlafen!
Cowboys&Mobile Ranch
100 Years of Stampede and a :-)
Joining my Canadian Family
Cowgirls watch the action…
Cowboys watch the action…
Wir treffen Maskottchen Harry the Horse…
…und Abendstar Sophia Hamrell
Rodeo Programm: Saddle Bronc…
..und Steer Wrestling Championship
Chuckwagon Race
Abendfüllendes Programm
Atemberaubendes Feuerwerk
Cowboys auf Abwegen :-)
Wir gönnen uns eine Nacht im edlen The Sutton Palace Hotel, wo wir bereits am Morgen unsere 2-Zimmer Suite beziehen und ausgiebig nachschlafen können. Das Vancouver Nachmittagswetter ist perfekt für eine ausgedehnte Fahrradtour im Stanleypark und die Besichtigung des Hafens. Am Abend treffen wir Jay’s Schwager und den Captain, die uns am 15.07.12 zurück in die Schweiz fliegen werden zum Dinner. Jegliche Bemühungen an diesem Abend auszugehen scheitern an unserer etwas angeschlagenen Steilgeh-Ausdauer. So auch am 14.07.12.:-p Während dem Tag heissts shoppen (bzw. Windowshoppen, da unsere Koffer bereits massives Übergewicht haben), Blog nachführen, Chillen und (unserem eh schon krass überschrittenen Budget zuliebe) Unterkunftswechsel. Die letzte Nacht verbringen wir noch im wesentlich günstigeren Samesun Backpackers, wo uns – yepeee – ein Zweierzimmer offeriert wird. Bevor wir unsere 7-Hundert Sachen packen, machen wir am 15.07.12 einen Abstecher nach Granville Island mit spontaner Besichtigung eines waterfront Condo’s, das für Kaufinteressenten open house hat. Hier spielen wir mal wieder über unsere Liga hinaus.:-) Nach den 3 Tagen Big City sind wir uns einig: Vancouver ist eine wunderschöne, saubere Stadt mit den vielen Grünflächen, coolen Shops, einladenden Cafés und Restaurtants, dem Hafen und der Wasserfront und einem Kaleidoskop von verschiedenen, weltoffenen Leuten. Zusammen mit der Crew werden wir zum Flughafen chauffiert und ich werde von Jay’s Schwager eingeladen den Start der Maschine im Cockpit live mitzuerleben. Was für ein Erlebnis! Beim bilderbuchartigen Sonnenuntergang rollen wir auf die Startbahn und heben sanft in den Abendhimmel ab. Schon bald nachdem mich die Maitre de Cabine mit Snacks und einem Goggi versorgt hat, tauchen unter uns die unzähligen Lichter von Calgary auf, während sich das Firmament von Dunkelviolett in Schwarz hüllt und sich die Piloten auf einen ruhigen Rückflug vorbereiten. Zurück in der Kabine nach dem Abendessen, tauche ich in eine Art endlosen, unbequemen Wachschlaf, bis mich die Stewardess für die Landung wieder ins Cockpit einlädt. Zum ersten Mal in meinem Leben erlebe ich die Ankunft in der Schweiz hautnah, während mir der Copilot die Alpen, den Rhein und die Städte zeigt. Nach ein paar Kurven erblicke ich weit vorne die Landebahn und eben so sanft, wie beim Start setzen wir in der Heimat auf…
L’art cycling 
Indian Art
Streetart
5***** Hotelspass
Thumbs up im Cockpit
Kitschiger geht’s nicht
Anflug auf die Heimat…
 Mit der Landung geht eine grosse Reise zu Ende, die mit dem glamourösen abenteuerlichen und unvergesslichen und  Showdown in Kanada geendet hat und mit einer Resozialisierung (…die dann „schon irgendwie klappen wird“), Jobsuche und einem Friseurbesuch beginnt. Trotz dem kurzen Zwischenstopp in der Schweiz von letztem Monat, werde ich wohl noch einige Zeit brauchen, bis ich all die Eindrücke verarbeitet, all meine Freunde besucht und meinen fixen Platz in der Gesellschaft wieder gefunden habe…

„Chom mer choched öppis: Stasch du an Herd und ich an Füralarm und blas“ – Szene beim Kochen im Mobile Home
Cheers
Alex




Mittwoch, 23. Mai 2012

Meet and Greet in New York City


[New York 3]

Meine Reise führt mich also erneut nach New York, denn von dort nehme ich ein Frachtschiff zurück nach Europa. Per Taxi fahre ich am späten Abend des 09.05.12 zum Flughafen von Rio. Der Fahrer verlangt 65 Reals (ca. 30 CHF) und ich sage ihm alle Schande, da ich bei der Hinfahrt grad mal 45 Reals (ca. 21 CHF) bezahlt habe. Ich kann den Transport auf 55 Reals herunterhandeln, bin aber nahe dran, fuxwütig aus dem Taxi auszusteigen. Der Taxifahrer ist stinkesauer, da anscheinend 65 Real der vereinbarte Preis ist. Etwas später im Taxi fällt mir aber ein, dass ich nun zum weiter entfernten  internationalen Flughafen fahre und ich entschuldige mich für das Missverständnis. Die Halunken-Taxifahrer auf aller Welt haben mich so weit gebracht, dass ich keiner gelben Droschke mehr traue und sogar noch den wenigen ehrlichen verbale Fusstritte verteile. Der Arme tut mir leid und ich gebe ihm die ausgemachten 65 Real und ein ordentliches Trinkgeld obendrauf, was uns beide wieder versöhnt.

Beim Einchecken am Flughafen muss ich lange warten, da das Buchungssystem abgestürzt ist. Zudem werde ich aufgefordert eine Notfalladresse anzugeben (was ich noch nie musste). Im Internet zuvor im Hostel habe ich grad von einer Russischen Maschine gelesen, die abgestürzt ist… ich frage mich, ob ich meine Reise noch beenden kann, oder irgendwo in den Amazonas stürze? Der halbe Flieger ist leer, als wir am 10.05.12 um 01.30 am Morgen abfliegen. Ich habe die ganze Sitzreihe um „bequem“ zu schlafen, bis um 7 Uhr das Frühstück serviert wird. Nach zwei Stunden Aufenthalt in Panama borde wieder das gleiche Flugzeug auf dem gleichen Sitzplatz und lande sicher in New York. Meine Rückkehr nach New York ist diesmal weder als geschniegelter Auditor für aussergewöhnliche Reviews noch als gespannter Tourist für ausdauerndes Sightseeing. So will ich die fünf Tage, die ich hier verbringe, mich wie ein New Yorker fortbewegen und die Stadt, die ich nun schon gut kenne, auch so erleben.

Bereits nach meiner Ankunft am Nachmittag des 10.05.12 und dem reibungslosen Einchecken im HI Hostel in Uptown, beginne ich meine „New York mal anders Tour“ mit einem ausgedehnten Spaziergang in der „grünen Lunge New Yorks“, im Central Park, wo Jogger, Hundehalter, Chiller, Biker und Vogelbeobachter der Grossstadt entfliehen und friedlich miteinander koexistieren. Ich zücke keine Kamera – auch nicht, als ich am funkelnden Times Square ankomme. Will ich doch nicht als Tourist auffallen.:-) Was wäre ein Willkommen in Amerika ohne Burger, Fries und Coke? Sag‘ ich mir auch und gehe zum „The Counter – Custom Built Burgers“ am Times Square. Ich freue mich, dass ich die Leute endlich wieder verstehe und sie mich auch. Kein Kaugummi im Mund, kein „Hello my friend, cheap price“, kein mit Händen und Füssen verständigen… ich fühl mich schon näher zuhause, als auch schon! Am 11.05.12 erfülle ich ein weiteres „Bucket List“ Item: Eine ausgedehnte Joggingrunde im frühlingserwachenden Central Park. Danach geb ich meinem einheimischen Getue noch einen drauf und setze mich den ganzen Morgen ins Starbucks, um zu bloggen. Als ich am Nachmittag abermals im Centralpark mit Musik in den Ohren Richtung Downtown wandere und grad von jemandem, den ich in Costa Rica kennen gelernt habe eine SMS erhalte, erlebe ich meinen wohl grössten Zufall auf meiner Reise: Als ich die Kopfhörer herausnehme, um das SMS zu lesen, höre ich hinter mir jemanden „Alex…?“ rufen. Und wen treffe ich per Zufall? Katarina aus Schweden, die ich vor vier Monaten in Santa Teresa, in Costa Rica kennen gelernt habe! Ohne abzumachen, treffen wir uns in der Weltstadt mit über acht Millionen Einwohnern wieder, ebenda im Central Park! Mal schauen, welche Zufälle ich hier noch erleben werde…

Am Abend habe ich mit Kerry abgemacht, die ich ebenfalls in Costa Rica kennen gelernt habe, um mit ihren Freunden ins Nachtleben von New York einzutauchen. Mit Locals auszugehen in New York ist etwas ganz anderes, als in einer homogenen Touristengruppe. Schlussendlich landen wir dann dennoch im mir ach so bekannten Touristenausgangsviertel „Meatpacking District“ in einer gemütlichen Bar… leider nicht in der berühmten Goosebar.:-)
Zufallstreffen mit Katarina im Central Park
Partytreffen mit Kerry
Shopping steht am 12.05.12 auf dem Plan und ich kehre mit viel zu vielen Einkaufstaschen ins Hostel zurück und überlege mich, ob ich jetzt noch einen Container auf meinem Schiff reservieren muss? Im Anschluss treffe ich mich mit Chantal, der ich in der vergangenen Zeit per Mail einige Reisetipps gegeben habe. Sie will sich im Herbst nämlich auf Reisen begeben und ist per Zufall in New York, wo ihre Schwester Graduation-Feier hat. Gemütlich sitzen wir in der Sonne und reden übers Reisen…
Baer’s Artwork zum Thema Shopping
Meet & Greet mit Chantal

Der nächste Zufall passiert, als ich meinen Facebookstatus frech auf „-==New York==-„ setze. Wie es damals in Quito und Havanna der Fall war, als Petra und Silke mein Status-Update gelesen haben und wir uns kurz darauf hin getroffen haben, denke ich mir noch so zum Spass: „Vielleicht sind die Heusser’s ja auch wieder in Town?“. Kaum zu glauben, dass ich keine zehn Minuten später eine Nachricht von Petra in der Mailbox habe, dass sie für ein Vorstellungsgespräch nach New York fliegt! Unglaublich. Wir treffen uns am 13.05.12 im Tribeca-Viertel und sie erzählt mir die lustige Geschichte von ihrem Vater, der im Internet Reiseinformationen für Kuba gesucht hat und unwissend meinen Blog ausgedruckt hat. Er staunte nicht schlecht, als er plötzlich etwas von „Wiedersehen mit den glanzvollen Heusserschwestern“ las und dann noch die Fotos sah.:-) Mein Meet and Greet geht am selben Abend weiter. Marc-Oliver, den ich noch vom Studium her kenne, lebt in New York, oder besser gesagt in Brooklyn, da dieses Viertel ja der „neue Shit ist“. So nehme ich die Subway nach Brooklyn, auf die alternative und künstlerische Seite von New York, um Marc-Oliver und seine Frau Handan zu treffen. Wir haben uns viel zu erzählen und ich verbringe einen super Abend mit den beiden wunderbaren Leuten.
Petra zum DRITTEN - diesmal NYC
Mit MO und Handan beim Dinner
Meine sieben (-hundert) Sachen sind gepackt und die Zeit, bis ich am Morgen des 14.05.12 von der Hafentransportgesellschaft im Hostel abgeholt werde, reicht genau aus, um noch schnell den Brasilien Blog fertigzustellen und hochzuladen. Denn die nächsten acht Tage bin ich auf hoher See, fern von Internet und Handyempfang. Alles hat ein Ende und so werde ich heute Abend meine ganz spezielle Rückreise nach Europa auf dem Frachtschiff antreten…
A journey of a thousand miles must begin with a single step.” – Lao Tzu

Cheers
Alex


Montag, 14. November 2011

I’m in Miami Bitch

[Miami – Everglades – Palm Beach]
Als ich am 18.10.11 voller Erwartung in Miami lande, regnet und ich frage mich, wie es die Fluggesellschaft immer wieder schafft, dass mein Rucksack nass wird? Nichts desto trotz zaubert die Stadt ein breites Grinsen auf mein Gesicht, als ich die Palmenumsäumten Strassen, die Art Deco Häuser und das Schild des Ocean Drives in South Beach erblicke. Überglücklich bin ich endlich dort, wo ich schon längst hin wollte:
Speaks for itself…:-)
Meine Bleibe für die nächsten 9 Tage ist das South Beach (Party-) Hostel, wo ich Ben und Juan aus Honduras kennen lerne. Gemeinsam mit Ben‘s Cousin Miguel aus Miami und ein paar Freundinnen von ihm, tauchen wir in das verrückte Nachtleben von South Beach ein und enden etliche Rum+Coke später im Club Mangos. Als ich am nächsten Tag (besser Nachmittag) sichtlich verkatert ins Bad schlurfe, treffe ich Ben, der gerade im Spiegel seine aufgeknallte, angeschwollene Lippe begutachtet und verstört sagt „Dude, look at me!“. Während ich mit einem Bein das schaukelnde Bett gebremst habe, sind die Jungs nochmals losgezogen und eine Vodkaflasche später hat Ben vom Cousin seines Cousins aus (bis Redaktionsschluss) ungeklärten Gründen eins auf die Fresse gekriegt. Ich begleite die Jungs ins Spital, wo wir 4h warten und Ben 1‘200 USD erleichtert (die aber der Verursacher übernimmt), mit prächtigsten Blowjoblippen und dem Befund „keine schlimmen Schäden“ entlassen wird. Am Abend treffe ich Tatj, eine Freundin aus der Schweiz, die in Miami bei einem Sprachaufenthalt time of her life verbringt. Gemeinsam mit Ben, Juan, Miguel und etwa 15 Freunden gehen wir VIP ins Mokay, einem schickimicki Club mit griechischem Touch, der mich stark an die Clubs in Ibiza erinnert (die Türsteher und leicht bekleideten Bardamen tragen Eyes Wide Shut-mässige Masken). Flux ist eine Flasche Rum bestellt – mehr brauchen wir nicht zum steil gehen und ein echter Lebenskünstler schätzt eben Venus und Bacchus.:-) Wir feiern bis in die Morgenstunden, respektive bis es mir ablöscht, als ich einen Liliputaner-Animationstänzer mit Umschnalldildo auf der Bühne tanzen sehe und es mir auf den Keks geht, dass die versnobte Clubmasse sich ab der Absurdität amüsiert. WTF!?!
Fast wie zuhause an meiner Wand
Clubbing-Wer ist wohl Ben?:-)
Tags darauf, am 20.10.11, ist herrliches Wetter und ich chille an der Beach während mich die warmen Sonnenstrahlen bräunen, ich die frische Meeresluft einatme und dösend zu meiner „Contemplate the reason you exist“-Chillout CD mir die kleinen und grossen Fragen des Lebens durch den Kopf gehen lasse. Bei meiner Joggingrunde am South Beach im Sonnenuntergang schwitze ich noch die letzten teuren Rum Tropfen des gestrigen Abend raus und bin danach wieder total ready für Party im Poolgesäumten open air Club Clevelander direkt am Ocean Drive mit Tatj, Ben, Juan und „Aspirin“ einem Dude aus Dänemark. Ohne dick aufzutragen, kann ich sagen: Wir haben den Club gerockt und die ganze Party unterhalten. Zurück im Hostel fälle ich meinem Zustand zum Wohl den Blitzentscheid „ab in die Haia“, die sich dreht und schaukelt (ob derjenige, der oben an mir schläft auch dieses Gefühl hat?).
Smile for Ocean Drive
We are the Party :-)
Während der 21.10.11 ein trister Hangovertag ist, geht’s am 22.10.11 ausgenüchtert auf eine touristische halbtagestour in die Everglades mit Tatj und Freunden von ihrer Schule. Mit dröhnendem Motor des Airboats preschen wir durch die tropischen Grasflüsse der Everglades und sehen Alligatoren und Schildkröten. Die gruslige Steve Irwin-mässige Tiershow, wo der Ranger mit einem Alligator rumspielt und uns eklige Tiere aus dem Sumpf zeigt, rundet den Trip ab. Am Abend sind Tatj und ich bei Alli, einer Lehrerin von Tatj, zu ihrem Geburtstags-Potluck Dinner eingeladen und so bereiten wir chefkochmässig Älplermaccaroni zu, die so lecker werden dass ich hier unser Geheimrezept preisgeben muss: Kartoffeln+Süsskartoffeln weich und Maccaroni al dente kochen. Zwiebelringe mit Öl, etwas Pfeffer und viel süssem Paprika andünsten, ebenso (aber separat) gehackte Zwiebeln und geschnittene Pilze. Auf Haushaltspapier abtrocknen. Gehackte Zwiebeln, Pilze, gekochte Kartoffeln+Maccaroni vermischen, mit Rahm verfeinern und schichtenweise mit Reibkäse in eine Backform geben. On top kleine Stücke Racclette-Käse verteilen (yep, haben wir im US Supermarkt gefunden!), nochmals etwas mit Rahm übergiessen, die Zwiebelringe verteilen und mit Schweizer Fähnchen dekorieren (Fähnchen zum Backen bei ca. 220°C während ca. 15 min, bis der Käse geschmolzen ist, entfernen). Tja, Leute…es braucht nicht viel, aber damit haben wir am Abend unzähliges Lob geerntet!
Mit dem Airboat durch die Everglades…
…Mamma Alligator hält Ausschau…

…und Baby Alligator plantscht fröhlich.
Trotz innigem Kuss kein Prinz aufgetaucht

Tataa..unsere Leckere Älplermaccaronen
Potluckdinner Partycrew
Tatj und ich beschliessen spontan, am 23.10.11 ein Corvette Cabriolet zu mieten und für zwei Tage nach Palm Beach/West Palm Beach zu cruisen. In der gehobenen Gegend hat’s sich ausgeflip-flopped und wir essen in teuren Restaurants  (der Spiessrutenlauf zum ATM hat sich in Florida schon längst zum neuen Sport entpuppt), schlendern entlang der Worth Avenue (quasi die Zürcher Bahnhofstrasse unter Palmen), entdecken am Nobelpier im feinsäuberlich geschnittenen Rasen aufgeschlagene Zelte von „Occupy Palm Beach“ (etwa 20 Hippies sind grad in der Besprechung, wie sie sich organisieren wollen – ich weiss, das Wort „Hippie“ und „Organisieren“ sollte nicht im gleichen Satz verwendet werden) und stehen vor verschlossenem Flagler Museum (es ist wiedermal Montag). Wir verbringen good times in der Sonne, schalten einen Gang zurück und fühlen uns zur Abwechslung auch mal reich und nicht nur schön. Auf der Rückfahrt via Lake Ochechobe geraten wir, wie Mücken angezogen vom Licht der Neonwerbung, zum Seminole Hard Rock Hotel in Hollywood (Florida) – einem Vegas ähnlichen Casinokomplex wo wir nebst einarmigem Banditen Spiel auch leckere Burger und eine rockige Fontänen-Lichtshow geniessen.
Mit Corvette bei den Reichen+Schönen…
…in Palm Beach…
…Occupied by Hippies…
…protected by Security:-)
Wir wollen gewappnet sein – daher gehen Tatj und ich am 25.10.11 unser Halloween Kostüm shoppen. Die Idee von Super Mario und Princess Toadstool wird schnell wieder verworfen, als wir das passendere Kostüm des versauten Nonnenflittchens und des anständigen, geschleckten Pfarrers (mit Rum-Flasche in der ausgehöhlten Bibel) entdecken. Glücklich vom guten Kauf gönnen wir uns Sushi vom Take away und „ein“ Glas Rotwein bei guten Gesprächen… Das Wetter bleibt trotz Hurricane Season gut und so treffe ich am 26.10.11 Tatj und ihre Mitstudenten, nachdem ich nachgeschlafen und am Strand gejoggt habe, im gratis Open Air Kino (ich will ja nicht schon wieder zum ATM laufen) zum Horrorklassiker, dem Americas most heart-pounding „Poltergeist“ und anschliessendem Gaumenschmaus, Americas most mouth-watering „Frozen Yoghurt“. Der 27.10.11 wird mein Office Day (zu gut alt EY „other admin“), wo ich meine Weiterreise nach Mexiko plane und für einen Tapetenwechsel meinen Elefantenrucksack zum Deco Walk Hostel schleppe und dort einchecke, direkt an meinem heissgeliebten Ocean Drive.  
Jemand macht den Regentanz! Am 28.10.11 prasselt der Regen auf Miamis sonst so geschäftige Lincoln Road nieder und so sitzen Tatj und ich bei einem Smoothie im Mac Donalds und beobachten Leute. Am Abend geht’s mit Giuseppe, einem Freund von Tatj ins „Twist“, wo aus gutem Grund Männerüberzahl herrscht. Meine Idee wars nicht in den Club zu gehen, doch ich meistere mich gekonnt, während ich die Po-Backen zusammenklemme (und jetzt versuch mal so zu tanzen…haha).
Etwas verspannt im der Clubwelt…
…und das dazu passende Polizeiauto
Der starke Regen hält auch am 29.10.11 an und zwingt mich Miami Bitch-mässig in den Unterhosen von der Busstation durch die überschwemmten Strassen zu Tatjs Haus zu laufen, da meine Schuhe und Hosen zum Halloween-Outfit sonst nass würden. Verkleidet geht’s nach einem kurzen „Bödälä“ in der Take away Pizzeria Rustica (best Pizza in Town) in den Club Mansion, wo die kostümierte Masse tobt und unser verbotenes Kirchenoutift bei den sonst christlichen Amis regen Anklang findet. Der von mir heimlich in der Bibel und unter meiner Kutte am Türsteher vorbeigeschmuggelte Rum befreit uns von einem Gang zum ATM und wir geben im überteuerten Club keinen Rappen für Alkohol aus.:-)
Pfarrer+Nonne…

…Nonnenflittchen…

…ready to party!!!
Meine Rede zu Sodom+Gomorra…
…nützt anscheinend nichts!
Um vor Abreise mein Sight-seeing noch unter einen Hut zu kriegen, buche ich mit Tatj  am 30.10.11 in einem Superschnäppchen die Miami City- und Boat Tour. Als wir Pizzaessend in den Tourbus einsteigen wollen, verwehrt uns der Guide den Eintritt, verspricht uns aber, uns nach einem Turn auf der anderen Strassenseite abzuholen, damit wir das Essen noch schnell vertilgen können. Als er nach 30min noch nicht kommt, mein Bauch vom Herunterdrücken der Pizza schmerzt und wir pissed-off sind, gehen wir zurück, um die Tickets umzutauschen. Auf dem Weg sehen wir ebendiesen Tourbus bei einer Abbiegung in einer Sandmulde im Trottoir stecken. Wir vertagen unser Sightseeing auf den nächsten Tag und machen stattessen die Art Deco Walking Tour aus dem Loneley Planet und besichtigen, wegen abermaligem starkem Regen, das prickelnde World Erotic Art Museum (inkl. Steinfiguren aus Khajuraho, um den Kreis zu meinen Abenteuern aus dem 5. Blogeintrag zu schliessen). Ohne im Trottoir stecken zu bleiben kurven wir tags darauf mit dem Bus durch den historischen Art Deco District, über MacArthur Causeway nach Downtown Miami, zum historischen Coconut Grove, nach Coral Gables, vorbei am Venetian Pool nach Little Havanna, um dort einen masslos übersüssten Kubanischen Kaffee zu schlürfen. Direkt im Anschluss boarden wir das 90 Minütige Cruise Schiff, das uns an den bekannten Stadtteilen am Wasser und an den Strandvillen der Superstars vorbeiführt.
War das nicht unser Bus?
Epic Fail!:-)
Art Deco Walk am OCD
...so viel zur Gesichtserkennung der Kamera
Am 01.11.11 sind meine 90 Tage USA um. Nun heisst es nach einem leckeren Farewell-Frühstück mit Tatj weiterreisen und die Art Deco-Party-Stadt mit dem Latinogroove, den Schaufensterpuppen mit extragrossen Brüsten, Sonnenbrillenverkäufern die teure Uhren sammeln und mit keinem Strassenzug ohne einen polierten Camaro zu sichten, zu verlassen. Auf jeden Fall kann ich jetzt endlich sagen: I WAS IN MIAMI BITCH.
“The major advantage of domestic travel is that, with a few exceptions such as Miami, most domestic locations are conveniently situated right here in the United States.” – Dave Barry
Cheers
Alex